1 · Warum Passau eine eigene Mathematik hat
Drei Flüsse mit unterschiedlichem Einzugsgebiet liefern Wasser parallel: Die Donau (oberhalb Passau ca. 50.000 km²) bringt Wasser aus dem Donau-Oberlauf, der Inn (rund 26.000 km²) das aus den österreichischen Alpen, die Ilz (rund 850 km²) das aus dem Bayerischen Wald. Der Inn führt im Mittel mehr Wasser als die Donau, Passau ist hydrologisch eher Inn-Stadt als Donau-Stadt. 2013 war es eine Konstellation aus Inn- plus parallelem Donau-Hochwasser, die den Rekord erzeugte.
Schutzbauten in der Altstadt sind aufgrund Welterbe-Schutz und historischer Substanz schwierig. Mobile Schutzwände gibt es, aber bei Pegelständen über bestimmten Schwellen reichen sie nicht, 2013 wurden sie überflutet. Die amtlichen Hochwasserkarten reflektieren diese Realität.
2 · Was die Hochwasser-Auswertung typisch zeigt
Die amtlichen Karten zonieren Passau scharf nach Topographie:
- 100-jährliches oder Extremhochwasser: Altstadt, Inn-Promenade, Innstadt entlang Inn, Anger und Hals an der Ilz, Schaibling-Turm-Bereich.
- Klar außerhalb: Höhenlagen Heining, Rittsteig, Grubweg, Hacklberg, über den Hochwasser-Linien.
Die amtliche Niederschlags-Statistik für Passau ist überdurchschnittlich für 100-jährliche Niederschlagsmengen, Bayerischer Wald als Stau-Bereich liefert intensive Konvektivereignisse. In den Talanlagen ist Starkregen oft das kleinere Problem im Vergleich zu Fluss-Hochwasser.
3 · Wie der Adress-Check abläuft
Sie geben eine Passauer Adresse ein. Wir verschneiden mit den amtlichen Hochwasserkarten Bayern, prüfen den Pegel-Bezug für Donau, Inn und Ilz, die Niederschlags-Statistik und das Geländeprofil. Ampel plus Empfehlungen kommen per Mail. Der Vollbericht ergänzt um NHN-Höhe und Hochwasser-Linien-Verschnitt, die amtliche Geologie für Bodenstabilität in Hanglagen und einen Hinweis auf Schutzbauten und ihre Auslegungsgrenzen.