1 · Warum Dortmund nicht gleich Dortmund ist
Der Norden Dortmunds (Eving, Lanstrop, Mengede, Huckarde) liegt in den klassischen Steinkohlefeldern. Süden und Osten (Hörde, Aplerbeck, Hombruch) gehören geologisch ins Ardey- und Vorhochland, kein Tiefbau, dafür Verwitterungsböden und teils bewegte Hänge. Der Phoenix-Komplex ist ein eigener Fall: ein See, gegraben aus dem Boden eines Stahlwerks.
Pauschale Stadtteil-Aussagen funktionieren in Dortmund noch schlechter als in den engeren Bergbau-Städten. Eine Adresse in Eving hat andere Treiber als eine in Hörde, und beide sind anders als eine in Aplerbeck.
2 · Was die Satellitenmessung typisch zeigt
Im dichten Stadtgebiet liefert die EU-Satelliten-Bewegungsmessung typisch 80 bis 130 Messpunkte pro 500-m-Radius, Dortmund ist ein gut belegtes Pflaster. Mess-Zeitreihe seit 2019.
- Süden (Hombruch, Kirchhörde, Aplerbeck): meist stabil, −1 bis +1 mm/Jahr.
- Norden (Eving, Mengede, Huckarde): Restsenkungen −2 bis −3 mm/Jahr.
- Konversions-Bereiche (Phoenix-West, Westfalenhütte): heterogene Muster, Setzung aus Aufschüttung plus Verfüllung plus darunter liegende Restsetzung.
Direkte Hot-Spots über 5 mm/Jahr sind in Dortmund seltener als in Bochum oder Bottrop, weil der Hauptbergbau hier länger zurückliegt.
3 · Wie der Adress-Check abläuft
Sie geben eine Dortmunder Adresse ein. Wir laden die Satelliten-Messpunkte im 500-m-Radius, gewichten sie nach Distanz zum Haus und klassifizieren die mittlere Geschwindigkeit in eine internationale Schadens-Klasse 1 bis 6. Karte, Zeitreihe und Ampel kommen per Mail. Der Vollbericht ergänzt um den Verschnitt mit der amtlichen Bergbau-Berechtigungs-Karte (NRW), amtlicher Geologie, EU-Landnutzungsdaten für Konversions-Flächen und die Hochwasser-Lage entlang Emscher und Ruhr-Nebenflüssen.
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